Auf dieser Seite
- 1. Einsatz und Aufgabe beschreiben →
- 2. Fläche und mögliche Standorte erfassen →
- 3. Lichtwirkung und Mast auswählen →
- 4. Elektrische Leistung dimensionieren →
- 5. Betriebsdauer und Kraftstofflogistik →
- 6. Transport und Bedienung festlegen →
- Checkliste für eine qualifizierte Anfrage →
- Typische Auswahlfehler →
1. Einsatz und Aufgabe beschreiben
Beginnen Sie mit der Frage, was Menschen vor Ort sehen und tun müssen. Eine Feuerwehr-Einsatzstelle, ein Bereitstellungsraum und eine nächtliche Baustelle haben unterschiedliche Prioritäten. Benennen Sie Arbeitszonen, Verkehrswege, Gefahrenstellen und die gewünschte Dauer. Bei wechselnden Orten sollten typische und ungünstige Szenarien beschrieben werden.
2. Fläche und mögliche Standorte erfassen
Maße allein reichen selten aus. Skizzieren Sie Form, Höhenunterschiede, Gebäude, Fahrzeuge und andere Hindernisse. Markieren Sie, wo ein Anhänger oder Fahrzeug tatsächlich stehen kann. Zufahrt, Untergrund, Abstützfläche und Bewegungsraum des Mastes können die Auswahl stärker begrenzen als die nominelle Leuchtenleistung.
3. Lichtwirkung und Mast auswählen
Masthöhe, Leuchtenoptik und Ausrichtung werden gemeinsam betrachtet. Ein höherer Mast kann Schatten reduzieren und eine größere Übersicht ermöglichen; für einen kompakten Arbeitsbereich kann eine niedrigere, gezielt ausgerichtete Lösung geeigneter sein. Blendung in typischen Blickrichtungen ist ausdrücklich mitzudenken.
4. Elektrische Leistung dimensionieren
Addieren Sie nicht nur die Nennleistungen der Leuchten. Erfassen Sie alle gleichzeitig betriebenen Verbraucher, ihre Spannung, Phasen, Leistungsaufnahme und mögliche Anlaufströme. Pumpen, Kompressoren oder motorische Werkzeuge können kurzzeitig hohe Ströme benötigen. Elektronische Geräte können besondere Anforderungen an Spannungsqualität und Schutzkonzept stellen.
kVA ist Scheinleistung, kW Wirkleistung. Der Umrechnungsfaktor ist lastabhängig; eine pauschale Gleichsetzung führt zu Fehlplanungen. Die endgültige Generatorauslegung erfolgt anhand des Lastprofils und der technischen Daten der Verbraucher.
5. Betriebsdauer und Kraftstofflogistik
Die Laufzeit hängt von Tankinhalt, Motor, Last und Betriebsbedingungen ab. Fragen Sie nach der erwartbaren Laufzeit der konkret angebotenen Konfiguration bei einem nachvollziehbaren Lastpunkt. Für lange Einsätze gehören Betankung, Betriebsstoffbevorratung, Zugänglichkeit und sichere Unterbrechungen in das Konzept.
Ein großer Tank ersetzt keine Betriebsplanung. Auch Wartungsintervalle, Schichtwechsel und regelmäßige Kontrollen sind bei Langzeitbetrieb zu berücksichtigen.
6. Transport und Bedienung festlegen
Anhänger, Fahrzeugaufbau und stationäre Lösung unterscheiden sich bei Führerscheinklasse, Zugfahrzeug, Abmessungen, Rangierbarkeit, Aufbauzeit und Personalbedarf. Prüfen Sie, wie die Anlage bei Dunkelheit aufgestellt wird und ob Bedienelemente, Abstützung und Mast für die vorgesehenen Nutzer sinnvoll erreichbar sind.
Checkliste für eine qualifizierte Anfrage
Je vollständiger die Ausgangsdaten, desto belastbarer kann eine Empfehlung sein.
- Einsatzart und konkrete Tätigkeiten
- Skizze mit Maßen, Hindernissen und möglichen Standorten
- gewünschte Lichtzonen und typische Blickrichtungen
- Betriebsdauer und Häufigkeit
- zusätzliche Verbraucher mit technischen Daten
- gewünschte Bauform und vorhandenes Zug- oder Trägerfahrzeug
- Boden, Zufahrt und Platz für Abstützung
- besondere Bedien-, Dokumentations- oder Schnittstellenanforderungen
Typische Auswahlfehler
Häufige Fehlansätze sind die Auswahl allein nach maximaler Masthöhe, die Gleichsetzung von Lumen mit Lux auf der Nutzfläche, die Dimensionierung nur anhand der Dauerleistung zusätzlicher Geräte oder die Annahme, jede Ausführung könne ohne weitere Planung Gebäude versorgen. Ebenso problematisch ist es, nur den idealen Aufstellort zu betrachten, obwohl die Anlage an wechselnden Orten eingesetzt werden soll.

